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04.06.2022

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten feiern zwei Stadtteile gemeinsam das Kinderfest

Nach den Absagen in den letzten beiden Jahren wird das Kinderfest 2022 für die Kinder in Aeschach und auf der Insel ganz besonders. Die beiden Kinderfestausschüsse haben beschlossen gemeinsam auf der Insel im Bürgerpark auf der Hinteren Insel zu feiern.

Leicht haben es sich der Kinderfestausschuss Insel und der Kinderfestausschuss aus Aeschach-Hoyren die Entscheidung nicht gemacht. Schließlich waren die beiden traditionellen Kinderfestplätze, der Sina-Kinkelin-Platz und der Holdereggenpark, nicht nur bei den Kindern und Besuchern sondern auch bei den Ehrenamtlichen sehr beliebt. Zunächst beriet der Kinderfestausschuss Lindau-Altstadt über die Möglichkeiten zur Durchführung des Kinderfestes am bisherigen Standort und kam nach Aussage des Vorsitzenden Mathias Hotz zu dem klaren Ergebnis, dass nach den umfangreichen Umbauten im Bereich des Sina-Kinkelin- Platzes ein Kinderfest am bisherigen Standort infolge der Arbeiten schlicht unmöglich wurde. „Auf dem alten Platz könnten wir keine Schiffschaukel aufbauen“, so Mathias Hotz, „das Kettenkarussell und auch das beliebte Ponyreiten hätten ebenfalls keinen Platz mehr.“ Außerdem steht in den kommenden Jahren in diesem Bereich der umfassende Teilneubau des Maria-Martha-Stiftes an. Den Inselkinderfestlern wurde schnell klar, dass man sich nach einer neuen Heimat umsehen musste und so wurde einstimmig der Umzug auf die Hintere Insel beschlossen.

Als dies dann intern an die anderen Kinderfestausschüsse kommuniziert wurde, überlegten sowohl der Vorsitzende des Kinderfestausschusses Aeschach-Hoyren, Stefan Büchele, als auch Geschäftsführer Stefan Zimmer, ob dies nicht auch eine Chance für die Aeschacher Kinderfestler sein könnte. Denn in Anbetracht von neuen Auflagen und der anstehenden Bauarbeiten für die Erschließung des Gleisdreieckes ist den Verantwortlichen des Aeschacher Kinderfestes seit geraumer Zeit klar, dass der Platz für das Kinderfest im Holdereggenpark sehr bald nicht mehr ausreichen wird.

„Schon jetzt ist die Fläche durch die Erweiterung des Kindergartens und den Umbau bei der Jungfernburg eigentlich zu klein“, meint Stefan Büchele, Vorsitzender des Kinderfestausschusses Aeschach, „aber wir haben halt versucht für die Kinder das Beste daraus zu machen.“ Jetzt komme aber dazu, dass, um einen reibungslosen Festbetrieb im Holdereggen gewährleisten zu können, in sehr großem Umfang in die Festplatz-Infrastruktur investiert werden müsste. Manche erinnern sich vielleicht an 2019, wo nach einem Stromausfall bei den Schankanlagen erstmal nicht mehr ging und die Feuerwehr anrücken musste. „Da wären in diesem Jahr sehr hohe Kosten auf uns zugekommen“, erklärt der Geschäftsführer des Aeschacher Kinderfestes, Stefan Zimmer, „und in einem Jahr hätten wir sowieso auf die Suche nach einem neuen Festplatz gehen müssen.“

So entschlossen sich die Verantwortlichen, nach einer gemeinsamen Vorstandssitzung auf den Kinderfestausschuss Altstadt zuzugehen, um ihnen die Idee eines gemeinsamen Festplatzes im Bürgerpark auf der Hinteren Insel zu unterbreiten.

Bei einem gemeinsamen Treffen der Vorstandschaften wurden die Chancen und Risiken gemeinsam erörtert und im Anschluss die Mitgliederversammlungen sowohl des Inselkinderfestes als auch des Aeschacher Kinderfestes zur Zusammenlegung durchgeführt.

Nach lebhaften Diskussionen in den Versammlungen, in jeweiliger Anwesenheit der Vorsitzenden Mathias Hotz und Stefan Büchele, beschlossen die Mitglieder mit einstimmigen bzw. nahezu einstimmigen Beschlüssen, ein neues Kapitel in der Geschichte des Lindauer Kinderfestes aufzuschlagen und ein gemeinsames Kinderfest  im Bürgerpark durchzuführen. Denn allen war auch klar, dass bei einem immer größeren Schwund an freiwilligen Helfern und Ehrenamtlichen nur eine gute Zusammenarbeit zum Ziel führen kann.

Auch Kinderfestkoordinatorin Birgit Russ, steht hinter der Entscheidung: „Als Kinderfest-Hauptausschuss haben wir keinen Einfluss darauf, wo die Ausschüsse der Stadtteile ihr Kinderfest feiern. Aber in Zeiten wie diesen, in denen es immer weniger ehrenamtliche Helfer gibt, ist es vollkommen richtig wenn die Ausschüsse ihre Kräfte bündeln. Wenn es dann an den alten Standorten zusätzlich Probleme gibt, können wir nur froh sein, dass eine so praktikable Lösung zum Wohle der Kinder gefunden wurde.“

Nun steht vor den Verantwortlichen noch eine Menge Arbeit den neuen Festplatz zu gestalten und damit das neue Kinderfest zu planen. Dabei sind sich alle einig: Im Fokus sollen die Kinder stehen. „Durch die Bündelung unserer Kräfte und Ressourcen wird es ein bisher einmaliges Angebot an Kinderspielen und Vergnügungen für unsere Kinder geben“ freut sich der Geschäftsführer des Kinderfestausschusses Lindau-Altstadt Tobias Hotz. „Dazu werden wir den gesamten Bereich des Bürgerparks von der Skateanlage bis zur Kaserne benötigen und den Bereich vor der Luitpoldkaserne und der Bodenseeklinik. Die zahlreichen Fahrgeschäfte werden ihren Platz voraussichtlich auf einem Teil des neuen Anwohnerparkplatzes finden. So entsteht ein gemeinsames Kinderfest für Aeschacher und Insulaner, dass die beiden weiterhin selbständigen Kinderfestausschüsse gemeinsam ausrichten.“

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