Auftakt für den Entwicklungsprozess des Eichwaldquartiers
Aus der Vergangenheit lernen, für die Zukunft handeln. Mit diesem Anspruch hatte der Bau- und Umweltausschuss in Lindau am 1. Juli 2024 in einem nicht-öffentlichen Dialog mit allen Stadträtinnen und Stadträte darüber beraten, das Eichwaldquartier jetzt mit einem neuen Prozess entwickeln zu wollen. Der Weg für die ersten Schritte dieses Prozesses wurde in der öffentlichen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 12. November, vorgestellt und einstimmig unterstützt.
In der Vergangenheit erschwerten verschiedene Standpunkte eine klare Entwicklungslinie für das Eichwaldquartier. Jetzt soll ein transparenter, gemeinsamer Prozess unter der Leitung einer Steuerungsgruppe den Weg zu einem Strukturkonzept ebnen. Dieses kann auf Basis eines vorhergehenden Beteiligungsprozesses voraussichtlich ab April 2025 entwickelt werden.
Ziel ist es, alle relevanten Interessensgruppen frühzeitig anzuhören und einzubinden. Die Stadt Lindau wird die einzelnen Schritte des Prozesses transparent kommunizieren. „Uns ist es wichtig, dass wir die Entwicklung des Eichwaldquartiers nun auf eine sehr transparente Weise angehen“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons. „Durch die Einrichtung der Steuerungsgruppe und die Anhörung aller relevanten Interessen schaffen wir eine solide Basis für einen offenen und verlässlichen Prozess. Die Stadt übernimmt dabei die Federführung, um sicherzustellen, dass alle Perspektiven vertreten sind und für alle Beteiligten klare Leitplanken gewährleistet werden.“
Das entstehende Strukturkonzept wird auf einem Freiraumkonzept, also einem Plan zur Gestaltung und Nutzung von öffentlichen Grün- und Erholungsflächen, basieren und den Rahmen für die künftige Planung und Entwicklung setzen. Dadurch sollen klare Entwicklungsperspektiven und Handlungssicherheit für alle Beteiligten, einschließlich des Vorhabenträgers, geschaffen werden.
Der Bau- und Umweltausschuss hat bereits den Zeitplan, die Vorgehensweise sowie die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe festgelegt. Diese wird von einem externen Moderationsteam, Judith Lutz und Robert Pakleppa, begleitet. Die Gruppe setzt sich aus Vertretern des Stadtrats, des Bauamts, der städtischen Presse- und Kommunikationsabteilung sowie des Vorhabenträgers zusammen. Außerdem sind die Interessen der Kleingärtner vertreten. Die nächste Sitzung findet Mitte Dezember statt.
