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02.02.2018

Pressemitteilung: Gerüst simuliert Rampe zum Haupteingang des Cavazzen

Ein hölzernes Gerüst wächst dieser Tage vor und neben dem Haupteingang des Cavazzen in die Höhe. Haben die Sanierungsmaßnahmen nun etwa doch bereits begonnen? Nun, ganz so weit ist es doch noch nicht, gleichwohl hat das Gebilde aber mit dem bevorstehenden Umbau zu tun. Es handelt sich gewissermaßen um einen Testlauf - was hier unter den Händen von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs entsteht, ist eine Art „Dummy“: Die Konstruktion dient der Visualisierung der Rampenanlage, wie sie nach dem Umbau des Cavazzen einmal Menschen mit Rollstuhl oder Rollator sowie auch Eltern mit Kinderwagen den Zugang durchs Hauptportal ermöglichen könnte.

Bislang ist dieses nur über mehrere Stufen zu erreichen, weshalb dergestalt eingeschränkte Menschen den Hintereingang nehmen müssen, um ins Innere des Gebäudes zu gelangen. Das ist gemäß neuerer Rechtsprechung nicht mehr zulässig. Somit heißt es für die Architekten nun überlegen, wie sich im Bereich des Hauptportals ein barrierefreier Zugang schaffen lässt.

Die Erschließung durch eine Rampe ist ein probates Mittel. Doch bedeutet die Errichtung einer solchen unter Umständen einen nicht unerheblichen Eingriff in den öffentlichen Raum. So fürchten etwa Denkmalpfleger um die Wirkung der barocken Hausfassade.

Nun sollen die unterschiedlichen Interessensgruppen und Lindauer Bürger sich anhand des Phantomgerüsts einen Eindruck verschaffen können: Wie groß, wie lang, wie hoch wird die Rampe tatsächlich? Schandfleck oder ebenso notwendige wie schicke moderne Zutat?

Bis Ende Februar soll die Rampe bestehen bleiben. Die städtische Projektgruppe Cavazzen verspricht auch einen öffentlichen Ortstermin für interessierte Lindauerinnen und Lindauer: Diese sollen die Gelegenheit bekommen, die Rampe zusammen mit Fachleuten in Augenschein zu nehmen, über Sinn und Zweck der Maßnahme und mögliche Alternativen zu diskutieren. Der genaue Zeitpunkt wird in Kürze bekannt gegeben.