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13.08.2020

Pressemitteilung: Stadt und Landkreis Lindau informieren sich über neue Mobilitätskonzepte

Stadt und Landkreis Lindau suchen nach weiteren Bausteinen für eine bedarfsgerechte Mobilität der Zukunft.

Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons und Landrat Elmar Stegmann waren jetzt gemeinsam mit Vertretern der Stadtwerke und der Verwaltungen in Berlin, um sich über Ride-Pooling zu informieren. In Berlin gibt es eine Reihe innovativer Anbieter für solche Systeme.

Ride-Pooling sind flexible Mobilitätsangebote, die nicht an feste Linien oder Haltestellen gebunden sind, sondern sich am individuellen Bedarf der Nutzer orientieren. Dazu zählen beispielsweise Rufbusse. Diese Angebote gewinnen seit einiger Zeit immer mehr an Bedeutung und werden damit den steigenden Anforderungen von Fahrgästen an die Individualisierung der Mobilität gerecht. Die Bundesregierung will daher auch das Personenbeförderungsgesetz bis Ende des Jahres ändern.

„Es war sehr interessant zu erleben, wie bedarfsorientierte-Systeme wie Ride-Pooling funktionieren“, so Landrat Elmar Stegmann. „Die Digitalisierung bietet enorme Potenziale für eine effizientere Organisation des Verkehrs“. Stegmann und Oberbürgermeisterin Alfons sind überzeugt, dass gerade im ländlichen Raum bedarfsorientierte Systeme ein großes Potenzial haben, um die Mobilität der Menschen entscheidend zu verbessern.

„Wir brauchen in Lindau neue Mobilitätsangebote, die über das Privatauto und Stadtbus hinausgehen, und die Menschen in der Stadt und auf dem Land ideal miteinander vernetzen“ so Alfons. „Ich habe das Gefühl, hier gemeinsam mit Landrat Elmar Stegmann neue Konzepte entwickeln zu können, die der ganzen Region dienen.“ 

Ride-Pooling-Angebote sind digitale Mobilitätskonzepte, bei denen Fahrtwünsche unterschiedlicher Fahrgäste mit Hilfe von Algorithmen in Echtzeit gebündelt werden. Ein flexibles Netz von Haltestellen und der Verzicht auf feste Fahrpläne bringt große zeitliche Flexibilität und für die Fahrgäste ein qualitativ deutlich besserer Service.

 Ein Beispiel für ein Ride-Pooling-Angebot ist die Nutzung als Zubringer zu einem übergeordneten Verkehrssystem wie der Bahn oder anderen ÖPNV-Angeboten. Damit können derzeit „weiße Flächen“, erschlossen und zugleich größere Distanzen bewältigt werden. Diese flexiblen Bedienungsformen können auch dazu beitragen das Angebot dort zu erweitern, wo die Nachfrage derzeit für eine reguläre Bus- oder Bahnverbindung zu gering ist.

 

„Um die räumliche und zeitliche Erschließung in Lindau zu verfeinern, sollen flexible Bedienungsformen getestet werden“, sagt der Mobilitätsbeauftragte der Stadt, Jaime Valdés Valverde.

Der Stadtbus bietet mit der bestehenden Haltestellendichte eine gute Erschließung im Stadtgebiet Lindau; zentrale und dicht besiedelte Gebiete sind mit einem 300-Meter-Einzugsradius ausreichend erschlossen. Allerdings gibt es einige Bereiche in Lindau die noch nicht an das Netz angeschlossen sind. „Mit einem bedarfsgesteuerten Ride-Pooling-System mit  Kleinbussen könnten wir die bislang nicht angebundenen Bereiche bedienen“, ergänzt René Pietsch, der Betriebsleiter des Stadtbusses Lindau.

OB Alfons weist zudem darauf hin, „dass sich die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen seit der Einführung des Stadtbusses spürbar verändert haben. Dem möchte ich mit neuen Angeboten Rechnung tragen. Hinzu kommt, dass die Straßen und Flächen in der Stadt dem steigenden Verkehrsaufkommen kaum mehr Stand halten. Daher müssen wir die Wende zu einer zukunftsfähigen und bedarfsgerechten Mobilität anstoßen. Wir arbeiten mit Hochdruck an strategischen Konzepten für 2021 und Ride-Pooling könnte eine attraktive Ergänzung zu unserem Stadtbus System sein.“

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