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25.11.2015

Pressemitteilung: Straßenausbau Schachener Straße - Bloße Erneuerung des Feinbelags nicht zielführend

Die vom Gutachter der Anliegergemeinschaft für möglich gehaltene Alternative für einen Teil des vorgesehenen Ausbauabschnitts - Erneuerung des Feinbelags -, hält die GTL aufgrund des Alters der Straße und des im Folgenden beschriebenen Maßnahmenumfangs für nicht zielführend.

Die Lindauer Straßen sind insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Speziell für die Schachener Straße bedeutet dies, dass die Straße aufgrund ihres Alters und dem für den zukünftigen Verkehr nicht ausreichenden Straßenaufbau in den nächsten Jahren ausgebaut werden muss. Neben der bloßen Verbesserung des Straßenaufbaus soll der Straßenabschnitt zwischen Höhenstraße und Buswendeschleife Alwind auch straßengestalterisch aufgewertet werden. Hierzu wurden neben dem zuständigen Werkausschuss der GTL auch die Straßenanlieger im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 14.09.2015 beteiligt. Eine Verbesserung soll bspw. durch den Umbau der Haltestellen für die Nutzer des Stadtbusses erreicht werden. Hier sind ein Rückbau der Busbuchten und eine barrierefreie Gestaltung vorgesehen. Weitere Verbesserungen, wie baulich definierte, durchgängige Straßenränder, die Anordnung von Stellplätzen für Kraftfahrzeuge, ggf. eine energiesparende neue Beleuchtung oder die Neupflanzung von Bäumen sollen im weiteren Planungsprozess entwickelt und abgestimmt werden.

Der derzeitige inhaltliche Austausch mit den Straßenanliegern wurde auf Basis erster Gestaltungsskizzen geführt. Im nächsten Schritt war für das Jahr 2016 die Erstellung eines Vorentwurfs und in der Folge die Aufstellung einer Entwurfs- und der daraus zu entwickelnden Ausführungsplanung vorgesehen. Die verschiedenen Planungsphasen sind wichtig und bieten die Möglichkeit, die Überlegungen zur Gestaltung der Straße und zur bautechnischen Ausbildung Schritt für Schritt zu erarbeiten und so zur wirtschaftlichsten und für die Anlieger und anderen Straßennutzer bestmöglichsten Lösung zu gelangen. In diesem Planungsprozess sollen insbesondere Varianten erarbeitet, miteinander verglichen, bewertet und zur Umsetzungsreife ausgeplant werden. Dies beinhaltet nicht zuletzt auch die abschließende Festlegung des Straßenaufbaus und damit die Fragestellung, welche Schichten der Straße erneuert werden und ob ggf. der Untergrund verbessert werden muss.

Ein von den Anliegern beauftragtes Gutachten zur Untersuchung der Asphaltdeckschichten und Aufzeigung möglicher Sanierungsvarianten kommt im Wesentlichen zum selben Ergebnis wie die GTL, nämlich, dass die Schachener Straße den heutigen technischen Anforderungen nicht genügt. So stellt der Gutachter fest, dass die Zusammensetzung der Korngemische, Verdichtungsgrad und Hohlraumgehalt und die Eigenschaften der Schichten z.T. vom gültigen Regelwerk abweichen. Darüber hinaus wurden auch Abweichungen von den Toleranzwerten der einschlägigen Vorschriften festgestellt. Die vom Gutachter der Anliegergemeinschaft für möglich gehaltene Alternative für einen Teil des vorgesehenen Ausbauabschnitts - Erneuerung des Feinbelags -, hält die GTL aufgrund des Alters der Straße und des oben beschriebenen Maßnahmenumfangs für nicht zielführend.

Eine nachhaltige Erhaltung des gesamten Straßennetzes kann aus Sicht der Stadt nur gelingen, wenn die Straßen, welche ihre technische Nutzungsdauer erreicht haben, erneuert und den heutigen und zukünftigen Anforderungen entsprechend ausgebaut werden und diejenigen Straßen, welche ihre technische Nutzungsdauer noch nicht erreicht haben, regelmäßig unterhalten und instand gesetzt werden, um ihre mögliche Nutzungsdauer auch in verkehrssicherem Zustand erreichen zu können.

Nur durch solch nachhaltiges Straßenmanagement kann der seit Jahren aufgebaute Investitionsstau reduziert und den Bürgern ein funktionierendes Straßennetz zur Verfügung gestellt werden.