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29.06.2022

Pressemitteilung: Schilderwald soll ausgelichtet werden - Rund 200 private und städtische Schilder könnten wegfallen

Um die Auslichtung des Schilderwaldes in Lindau geht es in der kommenden Sitzung des Hauptausschusses im Lindauer Stadtrat am Dienstag, 5. Juli. Konkret: In Lindau gibt es an den Verkehrsknotenpunkten mehr als 100 braun-weiße und weiß-schwarze städtische Schilder, die auf zahlreiche Ziele hinweisen. Dazu kommen privat aufgehängte Schilder. Die Folgen bei den Verkehrsteilnehmern können von Überforderung bis zu Akzeptanzproblemen bei der Beachtung von Vorschriften reichen. Als konkrete Beispiele für Überbeschilderung nennt die Polizei Lindau die Von-Behring-Straße oder den Kreisverkehr Berliner Platz.

Gerade wegen der Parkplatzsituation in Lindau ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer Schilder auch wahrnehmen können. Das geht nur, wenn es nicht zu viele sind. Staus vor der Insel und Fahrer, die keine Parkplatzhinweise gesehen haben, belegen ebenfalls, dass es in Lindau insgesamt zu viele Schilder gibt. Damit erforderliche Schilder erkannt werden, sollen nun nicht notwendige Schilder entfernt werden.

Das unterstützt auch die Polizei, insbesondere was Schilder von Unternehmen oder Beherbergungsbetrieben angeht. Auch die LTK (Lindau Tourismus und Kongress GmbH) spricht sich klar für weniger Schilder aus. Von Seiten der IHK gibt es keine Einwände gegen die Reduzierung der Schilderzahl.

Daher soll nun zunächst unter die Lupe genommen werden, ob die aufgehängten Schilder auf Lindaus Straßen zulässig oder unzulässig sind. Unter anderem geht es dabei um die braun-weißen touristischen Hinweisschilder. Kriterium ist, dass diese Tafeln auf bedeutsame Ziele hinweisen, die von allgemeinem touristischem Interesse sind und erheblichen touristischen Verkehr anziehen. Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe beispielsweise gehören nicht dazu.

Aber auch die weiß-schwarzen innerörtlichen Wegweiser zu verkehrswichtigen Zielen sollen auf den Prüfstand kommen. Das sind zum Beispiel Ortsteile oder Gewerbegebiete. Logos und Werbung oder andere private Zusätze sind nicht zulässig.

Nicht akzeptiert werden sollen künftig nichtamtliche Hinweisschilder, zum Beispiel auf ein Unternehmen. Solche Schilder sollen nur dann erlaubt sein, wenn sie aus verkehrlicher Sicht erforderlich sind. Das beurteilt die Straßenverkehrsbehörde im Einzelfall zusammen mit der Polizei.

Auch Hotels sollen grundsätzlich nicht mehr durch öffentliche Beschilderungen ausgewiesen werden. Bei Campingplätzen sieht es aus Sicht der Verwaltung anders aus, da diese von den Verkehrsteilnehmern häufig spontan aufgesucht werden. Dennoch sollen auch die aktuell vorhandenen Schilder zu den Campingplätzen in Lindau deutlich reduziert werden.

Die betroffenen Unternehmen haben aber weiterhin die Möglichkeit, auf Ihrem Privatgrund selbst Werbeanlagen anzubringen. Dazu muss vorab geprüft werden, ob eine Genehmigung, beispielsweise eine Baugenehmigung nötig ist.

Vor diesem Hintergrund möchte die Straßenverkehrsbehörde Lindau den gewachsenen Schilderwald lichten. Zunächst sollen alle unzulässigen Schilder bis zum Herbst diesen Jahres erfasst und die Betroffenen anschließend informiert werden. Anschließend sollen diese unzulässigen Schilder nach Möglichkeit bis zum nächsten Frühjahr entfernt werden. Grobe Schätzungen gehen von 200 Schildern aus, die abgebaut werden sollen.

Dadurch entstehen einmalig geschätzte Kosten in Höhe von rund 6000 Euro für den Zeitaufwand der GTL-Mitarbeiter. Dem gegenüber stehen Einsparungen beim Erhaltungs- und Reinigungsaufwand für die Schilder.

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