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18.05.2022

Pressemitteilung: Entlastung für Inselbewohner - Bürgerpark bleibt unangetastet

Jetzt sind alle 240 Parkplätze auf der Hinteren Insel für Inselbewohner und Beschäftigte auf der Insel nutzbar. Diese „Quartiersgarage“ ist Bewohnerinnen und Bewohnern der Insel (Hintere und Vordere) sowie auf der Insel Beschäftigten vorbehalten.  Außerdem stehen 30 Kurzzeit-Parkplätze für Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen der Hinteren Insel (IHK, VHS, Ärzte) zu Verfügung.

Stadtbaumeister Kay Koschka geht davon aus, dass die Parkplätze erhalten bleiben, bis mit der Bebauung auf der Hinteren Insel begonnen werden kann. Bis dahin sollen dann auch längst Parkmöglichkeiten am Karl-Bever-Platz und am Bahnhof geschaffen werden. Zudem wollen die Verantwortlichen in der Stadt stets die aktuelle Entwicklung im Auge behalten.

Davon unberührt ist der neue Bürgerpark. Er bietet auf insgesamt mehr als 9000 Quadratmetern Erholungsfläche und ist die neugeschaffene grüne Lunge der Hinteren Insel. Vor der Gartenschau standen auf dieser Fläche noch Autos. Weitere Erholungs- und Freizeitflächen bieten der Luitpoldpark und der verbreiterte Schützingerweg. Dort gibt es auch dieses Jahr wieder ein gastronomisches Angebot.

Mit den Grün- und Erholungsflächen ist der erste Teil des Rahmenplans Hintere Insel umgesetzt. Jetzt geht es an den zweiten Teil: den Bau von bezahlbaren Wohnungen. Doch bevor hier die Bagger rollen, wird es noch dauern. „Bis Ende des Jahres wird der freiraumplanerische Wettbewerb abgeschlossen sein“, hofft Koschka. Damit steht dann der Plan für die Freiräume, Erschließungsstraßen und Fußwege. „Auf dieser Grundlage wird das Folgekostenkonzept für die sozialgerechte Bodennutzung erarbeitet. Anschließend werden die Konzeptvergaben für die städtischen Grundstücke vorbereitet“, so Koschka.

Wie diese Vergabe genau funktioniert und wer dann zum Zuge kommt, muss der Stadtrat entscheiden. Klar sind aber zwei Dinge: Die Grundstücke sollen der Spekulation entzogen bleiben. Und vereinfacht gesagt: Die besten Ideen sollen eine Chance bekommen und nicht der dickste Geldbeutel. Deshalb muss auch niemand befürchten, dass auf der Hinteren Insel seelenlose Betonklötze entstehen.

Dies bilden auch die Visualisierungen auf den Bauzaunbannern ab, die auf der Hinteren Insel hängen und im Rahmen von Diskussionsständen und Stadtspaziergängen, zu denen verschiedene Stadtratsfraktionen einladen, gezeigt werden. Sie sind Teil einer Informationskampagne, mit der die Stadt über die Pläne auf der Hinteren Insel informiert.

Koschka will den Rahmenplan, der das Ergebnis einer ausführlichen Bürgerbeteiligung ist, in einer Informationsveranstaltung in der Inselhalle noch einmal vorstellen. Der Termin dafür wird aktuell vorbereitet. Sobald er feststeht, wird er über die Bürgerzeitung und die anderen Informationskanäle der Stadt mitgeteilt.

Danach sollen sich zwei Arbeitsgruppen aus Bürgerinnen und Bürgern bilden. In einer dieser Gruppen soll noch einmal über die Nutzung nachgedacht werden. In der anderen Arbeitsgruppe soll es um die zukünftige Gestaltung des neuen, familienfreundlichen Wohnquartiers gehen. „So wollen wir möglichst große Transparenz für die Lindauerinnen und Lindauer schaffen“, sagt Koschka, „und die Angst nehmen, wir verschandeln die Hintere Insel.“

Eine Alternative zu einer Bebauung sieht er nicht. „Wir brauchen dringend familienfreundliche, bezahlbare Wohnungen“, sagt er. „Diese können nur auf städtischen Grundstücken entstehen und damit auf der Hinteren Insel. Außerdem müssen wir die Insel dringend stärken, sonst wird sie weiter ausbluten.“ Mehr Menschen, die auf der Hinteren Insel wohnen, heiße auch: mehr Kunden für die Geschäfte, mehr Gäste für die Gastronomie und vor allem mehr Leben.

Weitere Informationen zum Thema Hintere Insel sind auf der städtischen Homepage www.stadtlindau.de unter der Rubrik Bürger, Politik & Verwaltung/Planen & Bauen zu finden.

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