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15.07.2020

Pressemitteilung: Stadt Lindau wird als „fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ ausgezeichnet

Nach einstimmiger Entscheidung des Prüfgremiums des Vorstandes der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK-Bayern), darf sich die Stadt Lindau seit gestern „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen. Der Titel wird im Herbst vom Staatsministerium des Innern, auf Vorschlag des Vorstands des AGFK-Bayern verliehen. Nur wer die anspruchsvollen Kriterien der AGFK erfüllt und dies belegen kann, bekommt diese Auszeichnung.

Lindau ist eine kompakte Stadt und hat sich in den letzten Jahren zu einer Fahrradstadt entwickelt. Zudem gibt es bereits ein gut ausgebautes Netz an Radverkehrsanlagen (30er-Zone, Schutzstreifen, Radwege, Fahrradstraßen, …), welches neben der Insel auch andere wichtige Ziele wie Schulen, Freizeiteinrichtungen und Ortsteilzentren für den Radverkehr verbinde

Der Stadtrat hat sich 2012 zum Ziel gesetzt „Fahrradfreundliche Kommune“ zu werden. Die Hauptbereisung zur Prüfung der Eignung der Stadt fand gestern, 14. Juli, statt. Die Verwaltung hatte im Rahmen der Hauptbereisung die Gelegenheit, die fahrradfreundlichen Bedingungen in der Stadt und die gelungenen Maßnahmen zur Radverkehrsförderung zu präsentieren. Die Bewertungskommission konnte deutliche Fortschritte seit der Vorbereisung vor vier Jahren erkennen.

„Diese Anerkennung auf höchster Ebene ehrt uns sehr", so Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons. „sie ist für uns eine zusätzliche Motivation, die mit dem KLiMo beschlossenen Ziele weiterhin engagiert  zu verfolgen und den Radverkehr weiter zu fördern."

Das Klimafreundliche Lindauer Mobilitätskonzept (KLiMo) wurde bereits 2017 vom Stadtrat beschlossen. Es soll attraktive Mobilität ermöglichen, dabei aber den Verkehr so stadt- und umweltverträglich wie möglich gestalten, um dadurch insgesamt ein Höchstmaß an Lebensqualität zu erreichen.

Umgesetzt wurden bereits mehrere Maßnahmen. Um das Radverkehrsnetz weiter zu konkretisieren, wurde ein Nahmobilitätskonzept (inkl. intensiver Bürgerbeteiligung) erstellt. Mit dem Nahmobilitätskonzept möchte die Stadt die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer verbessern und damit attraktive Angebote schaffen, um diese klimafreundlichen Fortbewegungsarten weiter zu fördern. „Wir werden weiter dran arbeiten, die Wege für Radfahrer/innen und Fußgänger/innen noch attraktiver und sicherer zu machen“ , so Mobilitätsplaner Jaime Valdés Valverde. „Uns ist immer wichtig, die Lindauer Bürger/innen für unserer Projekte und Kampagnen zu sensibilisieren und die Akzeptanz für nachhaltige Mobilität zu verbessern.“

Die Stadt bekam viel Lob für die bereits ausgeführten Maßnahmen, vor allem weil das Thema Radverkehr groß gedacht wird. Lindau hat bereits einen Radverkehrsanteil von 27 Prozentpunkten und die Stadt möchte in ihrer Vorreiter-Rolle weiter wachsen. Der Stadtrat setzte sich bereits in 2017 zum Ziel, "den Radverkehrsanteil bis 2022 um weitere fünf Prozentpunkte zu erhöhen." Deshalb hat die Bewertungskommission die Erhebung des Modal Split im Jahr 2022 als Aufgabe gestellt sowie die Aktualisierung der vorhandenen Beschilderung.

 

AGFK Bayern e.V.

Die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.“ ist ein Netzwerk bayerischer Kommunen, dass 2012 von 38 Gründungsmitgliedern und maßgeblicher Unterstützung der Bayerischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Leitidee des Vereins war und ist der Netzwerkgedanke und regelmäßige Erfahrungsaustausch. Erfahrungen lokaler Projektarbeiten werden allen Mitgliedern zugänglich gemacht und ermöglichen Synergieeffekte, die alleine nur schwerlich erreichbar und umsetzbar wären. Politik und Verwaltung erhalten mit der koordinativen Geschäftsstelle der AGFK Bayern einen zentralen Ansprechpartner. Mittlerweile gehören bayernweit 77 Landkreise, Städte und Gemeinden dem Netzwerk an. Und es werden immer mehr.

Zentrales Anliegen des Vereins ist die feste organisatorische Verankerung der Radverkehrsförderung als einen wesentlichen Baustein zukünftiger Mobilitätsabwicklung. Angesicht nur langsamer, aber dringend nötiger Veränderungsprozesse, ist der Radverkehr als schnelle und kostengünstige Maßnahme eines umfangreichen Handlungskataloges für mehr Lebensqualität zu verstehen. Diesem relativ klimaneutralen und ressourcenschonenden Verkehrsmittel muss zur breiteren und häufigeren Nutzung in der Bürgerschaft eine ähnlich gute Ausgangslage geboten werden, wie sie vom MIV bekannt ist.

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