Neues Betreuungsgebäude für die Grundschule Reutin: Stadt stellt Planung im Stadtrat vor
Neubau schafft Kapazitäten für Ganztagesbetreuung und Klassenräume
In der Stadtratssitzung am Mittwoch, 4. März stellt die Stadtverwaltung die Planung für das neue Betreuungsgebäude der Grundschule Reutin-Zech am Standort Reutin vor. Vorgesehen ist ein kompakter, dreigeschossiger Holzmodulbau, der klimaneutral ist und mit wenig Haustechnik auskommt. Ziel ist die Fertigstellung bis Ende 2027. Mit dem Neubau erreicht die Stadt einen wichtigen Meilenstein, um zusätzliche Kapazitäten für die gesetzlich geforderte Ganztagesbetreuung zu schaffen und weitere Klassenräume für eine wachsende Schulgemeinschaft bereitzustellen.
Der von Hrycyk Architekten aus München erarbeitete Vorentwurf sieht einen kompakten, dreigeschossigen Baukörper vor. Die Dreigeschossigkeit wurde bewusst gewählt, um möglichst viel Schulhoffläche zu erhalten und das Gebäude zugleich aus Rücksicht auf die Nachbarschaft nicht zu hoch zu bauen. Damit erfüllt die Planung die vom Stadtrat bereits festgelegten Rahmenbedingungen: Das Gebäude soll in Holzmodulbauweise entstehen und als wirtschaftliche Lösung umgesetzt werden. Vorgesehen ist zudem ein emissionsfreier, klimaneutraler und mit möglichst wenig Haustechnik auskommender Betrieb.
In enger Abstimmung mit den beteiligten Ämtern sowie den Schulleiterinnen der Grund- und Mittelschule Reutin hat die Verwaltung ein Gesamtkonzept für den Schulstandort Reutin erarbeitet, das eine funktionale und wirtschaftliche Zukunftslösung für beide Schulen sicherstellt.
Der Mensaraum soll im Schulalltag von der Grundschule genutzt werden und kann darüber hinaus bei Bedarf auch multifunktional genutzt werden. Dadurch werden Flächen, die nicht förderfähig sind, eingespart und Baukosten reduziert. So erhält sowohl die Mittelschule als auch die Grundschule ihre eigene Mensa. Die Schulleiterinnen befürworten die getrennten Bereiche für die kleinen und großen Kinder. Nach Einschätzung von Schulverwaltung, Hochbauabteilung und der Küchenleitung der Mensa entstehen durch beide Küchen keine höheren Betriebskosten als beim Betrieb einer gemeinsamen größeren Küche.
Kosten und Förderung
Der erste Kostenrahmen der Architekten liegt bei rund 9 Millionen Euro. Im jetzigen Planungsstadium sollte ein zusätzlicher Kostenpuffer vorgesehen werden. Dieser sowie notwendige Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude sind bis 2028 mit Mitteln in Höhe von 12 Millionen Euro vorgesehen und in der Finanzplanung enthalten. Es sind Fördermittel von bis zu rund 5 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Zeitschiene und Beschlussvorschlag für den Stadtrat
Im Idealfall kann die Beauftragung eines Generalunternehmers bis Ende 2026 und die Fertigstellung des neuen Betreuungsgebäudes bis Ende 2027 erfolgen. Ob der Stadtrat der vorliegenden Planung zustimmt, ist Gegenstand der Sitzung am Mittwoch, 4. März.
Erstes Neubauprojekt im Rahmen der Schulentwicklung
Bei dem Projekt handelt es sich um den ersten Neubau im Rahmen der Schulentwicklungsplanung. Nachdem sich der Stadtrat 2024 aus finanziellen Gründen gegen den Neubau einer Mittelschule auf der Blauwiese entschieden hat, wurde der „Plan B“ beschlossen. Dieser sieht einen Maßnahmenmix aus mehreren Bau‑ und Sanierungsmaßnahmen an verschiedenen Schulstandorten vor, die nach Priorität umgesetzt werden. 2025 wurden bereits erste Maßnahmen im Bestand umgesetzt. Dazu zählen die Sanierung der Toiletten in der Turnhalle der Grundschule Hoyren sowie die Anmietung von Räumen für Betreuungsmöglichkeiten in Hoyren, die Neugestaltung des Schulhofs in Oberreitnau und der Umbau des Mehrzweckraums im Freizeitzentrum Oberreitnau zu Mittagsbetreuungsräumen mit einer Mensa. Aktuell laufen zudem die Planungen für das zusätzliche Betreuungsgebäude in der Grundschule Aeschach.
