Bürgermeisterinnen und Bürgermeister setzen gemeinsam ein Zeichen für den Frieden
Jedes Jahr zum „Mayors for Peace“ (zu Deutsch: Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden) hissen weltweit mehr als 8000 Städte und Gemeinden aus 166 Ländern ihre Flaggen für den Frieden. Allein in Deutschland sind es rund 900. Auch in Lindau hängt am heutigen Tag die Friedensflagge vor dem Alten Rathaus. Die feierliche Zeremonie aber musste wegen des Regens abgesagt werden.
Ein moralisches Zeichen setzen
Bereits im vergangenen Jahr sagte Lindaus Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons, die Flagge als Zeichen für den Frieden zu hissen sei in ihrer Amtszeit noch nie so wichtig gewesen, die atomare Bedrohung so präsent wie lang nicht mehr.
Die russische Invasion in der Ukraine und die sich zuspitzende Lage im Nahen Osten machen auch Berit Mohr, Koordinatorin der Friedensräume Lindau, Sorgen. „Gerade in einer Welt, die immer wieder von Konflikten und Unsicherheiten geprägt ist, ist es umso wichtiger, dass wir als Städte und Gemeinden zusammenstehen und ein starkes Zeichen für den Frieden und die Abrüstung setzen“, betont Mohr. Sie und ihr Team sind es, die den „Mayors for Peace“ jedes Jahr aufs Neue in Lindau organisieren. 2025 ist zudem ein besonderes Gedenkjahr: Es markiert nicht nur den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs, sondern auch den Abwurf der Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.
Gegründet wurde die Initiative „Mayors for Peace“ im Jahr 1982 von Tadatoshi Akiba – dem damaligen Bürgermeister von Hiroshima. Lindau ist seit 2006 Mitglied der Organisation. Das zentrale Ziel ist es, Atomwaffen weltweit abzuschaffen. Dabei setzen Kommunen aus verschiedenen Kulturen, Ländern und politischen Systemen gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Abrüstung. Die teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zeigen, dass Frieden kein abstraktes Ziel, sondern eine konkrete Aufgabe für alle ist.
