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Fahrradstadt Lindau

Lindau ist eine Stadt der Radler, von leicht zu befahrenden und gut ausgebauten Radstrecken über kleine, kaum befahrene Straßen im Hinterland bis hin zu anspruchsvollem, hügeligem oder gar bergigem Höhenprofil - ist Lindau perfekter Ausgangspunkt für Radfahrer.
Radfahren liegt im Trend und wird immer beliebter, sei es auf dem täglichen Weg zur Arbeit oder zur Schule, in der Freizeit oder im Urlaub. So hat sich der Radverkehr in Lindau in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Steigende Zahlen von Radfahrern im Alltag wie im Tourismus unterstreichen, dass die vorhandenen Angebote gern angenommen werden und die Nachfrage steigt.
Der Radverkehrsanteil ist mit 27% bereits überdurchschnittlich hoch. Im Zusammenhang mit dem "Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzept (KLiMo)" soll die Mobilität in Lindau in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden zu mehr Verkehrsqualität, reduziertem CO2-Ausstoß und weniger Stau.
In der Stadtratssitzung vom 30.11.2017 wurde das städtische Ziel, den Radverkehrsanteil bis 2022 um fünf Prozentpunkte zu erhöhen, einstimmig beschlossen. Hierzu sind bereits etliche Maßnahmen umgesetzt worden, doch noch einige stehen aus.
Lindau hat sehr viel Potenzial und kann den Radverkehrsanteil steigern durch weniger Aufwand wie Beschilderung, Markierung, Marketing / Werbung.
In den nächsten Jahren gilt es, die Maßnahmen des KLiMo's umzusetzen.
Schwerpunkte werden:

- Erhöhung der Zahl der Fahrradabstellanlagen
- Durchgängige Radwegweisung auf den wichtigen Achsen / zu wichtigen Zielen im Alltags- und Freizeitverkehr
- Planung eines Fahrradparkhauses sowie Bau von ausreichend dimensionierten B+R-Anlagen
- Aufstellen von Fahrradboxen und Akku-Ladestationen, insbesondere für den touristischen und Pendler Radverkehr
- Mängelbeseitigung an vorhandenen Radverkehrsanlagen
- Sichere Radverkehrsführung an Hauptverkehrsstraßen
- Aufwertung des Bodenseeradwegs
- Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer
- Räumung von Hauptradwegen im Winter bereits zu den morgendlichen Hauptverkehrszeiten
- Teilnahme am jährlichen STADTRADELN

1.1 Klimaschutz im Radverkehr

Mit dem Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr fördert das Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative modellhafte Projekte, welche die Radverkehrssituation in definierten Gebieten verbessern sollen. Die möglichen Investitionszuschüsse sollen dazu beitragen, die Fahrradmobilität attraktiver und sicherer zu machen sowie ggf. den Radverkehrsanteil zu steigern. Die Maßnahmen sollen die Umwelt und das Klima aktiv schützen und die Lebensqualität in diesen Gebieten erhöhen. Förderfähig sind z.B. Infrastrukturmaßnahmen für das Fahrradparken und Maßnahmen zur Ausgestaltung des Straßenraums zugunsten des fließenden Radverkehrs.

Aus dem Entwurf des Maßnahmenpakets des Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzeptes (KLiMo) werden im Rahmen des Bundeswettbewerbs zwei Projekte umgesetzt. Zum einen handelt es sich hier um die Einrichtung von KLiMo-Stationen (B+R-Anlagen an Bahnhöfen, Bushaltestellen und bedeutenden touristischen Orten) und zum anderen um die Aufwertung eines innerstädtischen Teils des Bodenseeradweges.

Die beiden Projekte wurden vom Bundesministerium und dem Projektträger Jülich gemeinsam positiv bewertet und werden mit entsprechenden Mitteln gefördert.


Titel: „NKI: Klimaschutz im Radverkehr Lindau – Errichtung von KLiMo-Stationen und Aufwertung Bodensee-Radweg in Lindau“

Förderkennzeichen: 03KBR0032

Laufzeit: 01.01.2017 – 30.09.2018


Die Vorstellung der durchgeführten Infrastruktur-Maßnahmen "Klimaschutz im Radverkehr" finden Sie hier.

1.1.1 KLiMo-Stationen:

THEMA:

Das Projekt von KLiMo-Stationen (Klimafreundliche Lindauer Mobilitätsstationen) bietet die Möglichkeit den Umweltverbund zu verstärken, diese ermöglichen die kombinierte Nutzung von Rad und ÖV (Multimodalität).

VORHABENBESCHREIBUNG:

Durch die Einrichtung von "Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätsstationen" sog. KLiMo-Stationen sollen der Radverkehr als umweltfreundliche Mobilitätsform und gleichzeitig die öffentlichen Verkehrsmittel weiter gefördert werden. Der Begriff "Bike and Ride" beschreibt dieses Verknüpfungsprinzip in der Verkehrsplanung. Ziel ist die Steigerung der Attraktivität der Verkehrsmittel des Umweltverbunds (Fahrrad, Bus, Bahn) durch die Erweiterung des Einzugsgebietes von Bahnhöfen und Haltestellen.

KLiMo-Stationen dienen natürlich nicht nur den Pendlern, sondern in starkem Maße auch den Touristen. Auch deren autobasierten Zielverkehr gilt es zu minimieren. Dafür muss einerseits der ÖPNV möglichst attraktiv gestaltet werden und kann andererseits für die nicht voll ÖPNV-affinen Besucher ein kombiniertes Angebot über KLiMo-Stationen (B & R) geboten werden. Das gilt in besonderer Weise auch für Lindau, deren Altstadt unter starker Überlastung an Autoverkehr leidet, aus diesem Grund sucht die Stadt nach Optionen zur Entlastung.

Die Zielgruppen sind Pendler, Touristen und Lindauer Bürger, deren Wege im Umland beginnen und im Stadtgebiet Lindau enden (Zielverkehr) bzw. die ihre Wege im Stadtgebiet beginnen und außerhalb von Lindau enden (Quellverkehr). Konkret sollen folgende Pendler und Lindauer Bürger von dem neuen Angebot profitieren:

  • deren Reisedauer (Parkdauer) von 8 bis 12 Stunden beträgt,
  • die mit dem Rad fahrenden touristischen Tagesbesucher (Einzelfahrer, Familien, Klein- und Großgruppen), die Lindau im Verlauf Ihrer Radreise auf dem Bodenseeradweg besuchen
  • und Touristen, die von ihren außerhalb der Stadt liegenden Unterkünften einen Tagesausflug nach Lindau unternehmen.

Eine attraktive KLiMo-Station erfordert eine Ausstattung mit entsprechenden Service-Einrichtungen. Dazu gehören insbesondere - je nach Standort - Radabstellplätze mit Überdachung, Self-service-Stationen, E-Ladestationen und Fahrradboxen.

Es sind insgesamt 10 Standorte mit unterschiedlicher Ausstattung und Größe vorgesehen:



1.1.2 Aufwertung Bodenseeradweg:

THEMA:

Zur weiteren Verbesserung der vorhandenen Fuß- und Radwege im Bodenseeradweg hat die GTL im Jahr 2018 eine Planung mit Anpassungen der vorhandenen Infrastruktur erstellt. Das Projekt sieht vor, die Radfahrer von den Fußgängern zu trennen und durch eine verbesserte Radverkehrsführung für mehr Sicherheit zu sorgen.

VORHABENBESCHREIBUNG:

Der Bodensee-Radweg ist nicht nur eine touristische Haupt-Route, sondern auch als innerstädtische Hauptroute in West-Ost Richtung zwischen (Wasserburg)– Landesgrenze von großer Bedeutung für den "Bürgerverkehr".
Radverkehr benötigt eine eigene Infrastruktur.
Ziel sind zusammenhängende Netze aus Verbindungen und Routen. Ganz unterschiedliche Menschen nutzen das Fahrrad: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Radler mit Kindersitz oder Anhänger. Auch die Zwecke sind unterschiedlich – die einen nutzen das Fahrrad im Alltag, andere in der Freizeit. Die unterschiedlichen Bedürfnisse sind bei der Ausgestaltung der Radverkehrsanlagen zu berücksichtigen.
Der Radverkehr wird unterschiedlich geführt (zum Beispiel über Radwege oder Fahrradstraßen).

Der zentrale Abschnitt zwischen Giebelbach und Europaplatz soll ausgebaut werden. Diese Strecke sollte eine bessere Radverkehrsführung sowie eine Trennung von Radfahrern und Fußgängern (hohe Frequentierung durch Spaziergänger und Radfahrer - Unfallgefahr/ Kollisionsgefahr) aufweisen. Zählungen, welche im August 2016 durchgeführt wurden, zeigen auf, dass dieser Abschnitt von mehr als 135.000 Menschen genutzt wird, davon 70% Radfahrer.
Die Verkehrssicherheit auf der vorhandenen Strecke sollte aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der geringen Höhe der vorhandenen Absturzsicherung verbessert werden. Auch im Hinblick auf die steigende Zahl von Pedelecs und E-bikes muss der Streckenabschnitt als problematisch eingestuft werden. Aus dem Bericht eines TÜV-Gutachtens vom Oktober 2015 geht hervor, dass Fußgänger entlang des Seeufers gehen sollten und die Fahrradfahrer mit ausreichendem Abstand zur Brüstungsmauer fahren sollten.

Die Umsetzung soll in zwei Abschnitten erfolgen:

1. Abschnitt I
(Giebelbach bis zur geplanten Lotzbeck-Unterführung).
In der Giebelbachstraße ist die Einrichtung einer Fahrradstraße geplant. Im Lotzbeckweg soll eine getrennte Führung markiert werden und wo nötig, ein zusätzlicher Radweg in stadtauswärtiger Richtung neu gebaut werden.

2. Abschnitt II
(Lotzbeck bis Europaplatz)
Hier soll das Aeschacher Ufer als eine Fahrradstraße angeordnet werden.
Im Bereich Schindlerwiese soll die vorhandene gemeinsame Führung um etwa 2 m verbreitert werden. Damit wäre dann ausreichend Platz, um Radfahrer und Fußgänger durch Markierung zu trennen. Zwischen der Kneippanlage und dem Minigolfplatz ist ein neuer Gehweg geplant. Der vorhandene Weg steht dann für Radler in beide Richtungen zur Verfügung.

1.2 Fahrrad-Abstellanlagen

Sicheres, komfortables Abstellen des Fahrrads ist eine Grundvoraussetzung für gut funktionierenden Radverkehr und damit die Basis für die dringend notwendige Mobilitätswende hin zu klimafreundlichem Verkehr.

Fest montierte Fahrradständer für den allgemeinen Bedarf befinden sich an folgenden öffentlichen Stellen:
• Am Marktplatz
• Vor der Fußgängerzonen

(Maximilianstr. ,Inselgraben, Brettermarkt, etc.)
• Am Bahnhof
• An der Stadtverwaltung- und Schulbücherei
• Vor Supermärkten

Weitere Abstellanlagen befinden sich verteilt im Altstadt Bereich auf der Insel z.B. Alter Schulplatz, Reichsplatz, etc.

Übersichtplan Fahrradständer Insel Juni 2020



Abschließbare Fahrradboxen (gegen Gebühr 2 € / 24 h)
• am Inselhalle Parkhaus

weitere Informationen zu den abschließbaren Fahrradboxen

KLiMo-Stationen:

Die KLiMo Stationen bieten die Möglichkeit, den Umweltverbund zu verstärken und ermöglichen die kombinierte Nutzung von Rad und ÖPNV, diese Bike & Ride Stationen sind an folgenden Standorten zu finden:

  • Bahnhof Insel
  • Bahnhof Aeschach
  • Stadtbus Haltestelle Enzisweiler Post
  • Stadtbus Haltestelle Alwind
  • Stadtbus Haltestelle Unterreitnau
  • Stadtbus Haltestelle Oberreitnau Nord
  • Stadtbus Haltestelle Schönau
  • Stadtbus Haltestelle Oberhochsteg
  • Stadtbus Haltestelle Grenzsiedlung/ Zech
  • Lindenhofbad

1.3 AGFK Bayern

Lindau ist eine sehr kompakte Stadt mit optimalen Voraussetzungen für eine echte Fahrradstadt. Auf Wegstrecken bis 5 km sind Fahrradfahrer meist schneller unterwegs als Autofahrer. Vor allem sehr kurze Distanzen bis 2 km sind wie gemacht für das Fahrrad – hier ist eine Förderung des Radverkehrs ganz besonders sinnvoll. In Lindau kann fast jeder die Insel in max. 3 km erreichen.

Der Stadtrat setzte sich in seiner Sitzung am 17.07.2012 zum Ziel, eine "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern" sowie Mitglied in der AGFK Bayern zu werden. Die Stadt Lindau wurde am 1. Juli 2016 in der AGFK aufgenommen.

Seit Januar 2021 ist Lindau nun auch als „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Um diesen Status zu erreichen gilt es bestimmte Ziele und Maßnahmen umzusetzen, die Lindau erfolgreich erreichen konnte.

Die "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern)" ist ein Netzwerk bayerischer Kommunen, das 2012 von 38 Gründungsmitgliedern und maßgeblicher Unterstützung der Bayerischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Leitidee des Vereins war und ist der Netzwerkgedanke und regelmäßiger Erfahrungsaustausch. Erfahrungen lokaler Projektarbeiten werden allen Mitgliedern zugänglich gemacht und ermöglichen Synergieeffekte, die alleine nur schwerlich erreichbar und umsetzbar wären. Politik und Verwaltung erhalten mit der koordinativen Geschäftsstelle der AGFK Bayern einen zentralen Ansprechpartner. Mittlerweile gehören bayernweit über 60 Landkreise, Städte und Gemeinden dem Netzwerk an. Und es werden immer mehr.

Die AGFK- Bayern will als Kernaufgabe eine umweltfreundliche Nahmobilität voranbringen. Als zentrales Element steht die Förderung des Radverkehrs durch Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Beratung und den Informationsaustausch unter den Mitgliedern sowie mit Dritten, z. B Verbänden im Vordergrund. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Erhöhung des Modal-Split-Anteils für den Rad- und Fußverkehr in den Kommunen. Der Verein hat zwar die Förderung des Radverkehrs als Hauptanliegen, gleichwohl wird der Radverkehr aber als ein Bestandteil der Nahmobilität gesehen, die es zu fördern gilt.

Weitere Informationen:
Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V.
Geschäftsstelle
c/o Stadt Erlangen
Schuhstraße 40
91052 Erlangen

Web: www.agfk-bayern.de
Tel. 09131/86 2419
E-Mail: info@agfk-bayern.de

1.4 Modellprojekt „Lastenrad mieten – Kommunen entlasten“

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr fördert im Rahmen des bayernweiten Modellprojekts „Lastenrad mieten – Kommunen entlasten“ die Einführung von öffentlichen und vollautomatischen Lastenrad-Mietsystemen in acht Modellkommunen. Hierzu gehören: Freising, Lechbruck am See, Lindau, Markt Cadolzburg, Markt Postbauer-Heng, Marktredwitz, Passau und Würzburg. Generelles Projektziel ist es, den Zugang zu Lastenrädern für Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern und den Alltagsradverkehr zu erhöhen.

Lastenfahrräder können den motorisierten Individualverkehr bei vielen täglichen Erledigungen ersetzen – sei es dem Abholen der Kinder, dem Transportieren von sperrigem Gepäck oder einem Großeinkauf. Sie sind jedoch relativ kostspielig in der Anschaffung und benötigen geeignete Abstellflächen, weshalb viele Haushalte und Einzelpersonen noch von einer Anschaffung absehen. Ein kommunales Leihsystem stellt eine Alternative dar, die durch die Trägerschaft der Kommune auf breite Akzeptanz stoßen kann.

Auch unsere Stadt hat sich im Rahmen des Modellprojekts das Ziel gesetzt, mehr Menschen in Lindau zur Nutzung des Fahrrades sowohl im Alltag als auch in der Freizeit zu motivieren und damit einen Beitrag zur CO2-Minderung zu leisten. Dieses Ziel soll unter anderem durch die Einrichtung und Betrieb des öffentlichen Lastenrad-Mietsystems (LMS) erreicht werden. Durch dieses Angebot sollen 16 elektrisch unterstützte einspurige Lastenräder an 8 öffentlichen Mietradstationen rund um die Uhr und vollautomatisch gemietet und auch wieder abgestellt werden können.

Start des Vermietsystems wird Sommer 2021 sein und auch in der Radsaison 2022 stehen die Lastenräder zur Verfügung.

Durch eine kostenfreie Registrierung kann das Rad genutzt werden. Registrierten Nutzern steht das Lastenrad täglich kostenfrei für eine halbe Stunde zur Verfügung, jede weitere halbe Stunde wird mit 1,50 € berechnet. Der Tagestarif für 24 h beläuft sich auf 25 €. Diese Kosten werden erhoben, um die entstehenden Kosten zu decken. Das Förderprogramm beläuft sich erst einmal auf zwei Jahre und kann gegebenenfalls verlängert werden.

Gebucht, bezahlt und auch die Verfügbarkeit der Lastenräder, sowie weitere wichtige Informationen werden durch eine Smartphone-App geteilt. Diese kostenfreie App stellt eine Buchungsplattform für die Lastenräder dar und ist auch die Steuerung des elektronischen Rahmenschlosses.

1.4_Fahrradstadt_Stationskarte



1.5 Kommunales Förderprogramm "Ich entlaste Lindau"


Lastenfahrräder können den motorisierten Individualverkehr bei vielen täglichen Erledigungen ersetzen – sei es dem Abholen der Kinder, dem Transportieren von sperrigem Gepäck oder einem Großeinkauf. Sie sind dabei eine entlastende, kostengünstige und umweltfreundlichere Alternative zum Kfz. Das kommunale Förderprogramm "Ich entlaste Lindau" soll hierfür Anreize zur Anschaffung von Lastenfahrrädern für Lindauer/innen schaffen.

Für 2021 stehen erneut Fördermittel zur Verfügung! Förderanträge können wieder ab 01.01.2021 gestellt werden.

Das Förderprogramm hilft Lindau, mehrere Ziele des Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzepts (KLiMo) zu erreichen.

Was wird gefördert?
Wer sich ein neues Lastenrad kaufen möchte, kann Fördermittel beantragen. Gefördert werden Lastenräder ohne und mit E-Unterstützung.

Das Fördervolumen soll 20.000 Euro pro Jahr betragen. Das Förderprogramm ist auf eine Laufzeit von 3 Jahren begrenzt. Damit ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 60.000 Euro in drei Jahren. Diese Richtlinie trat am 01.01.2020 in Kraft. Sie gilt für alle Anträge, die bis zum 01.04.2022 bei der Stadt Lindau eingegangen sind. Sofern die haushaltsrechtlich zur Verfügung stehenden Mittel aufgebraucht sind, können keine weiteren Fördergelder bewilligt werden.


Wer kann eine Lastenradförderung beantragen?
› Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Lindau
› Betriebe, Unternehmen und Selbständige mit Sitz oder Niederlassung in Lindau

Die Förderung von Lastenrädern in der Stadt Lindau sieht eine vertragliche Vereinbarung zwischen der Stadt Lindau und dem Antragsteller als Zuwendungsempfänger vor.

Die Vereinbarung zur Förderung sowie die Förderrichtlinie stehen hier als Download zur Verfügung:

1.6 Bodensee Fahrradstraße

Titel: „NKI: Bodensee Fahrradstraße“

Förderkennzeichen: 03KBR0110

Laufzeit: 01.04.2021 bis 31.03.2024

Thema:

Ausbau des Bodenseeradwegs mithilfe von Fahrradstraßen und getrennten Radwegen. Diese Optimierung der Ost-West Verbindung stellt eine der wichtigsten Radrouten für Alltagsradler wie auch Touristen in Lindau dar.

Vorhabenbeschreibung:

Im Rahmen des Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzeptes (KLiMo) soll die Aufwertung des Bodenseeradweges stattfinden. Der Abschnitt am Giebelbach wurde schon 2018 umgestaltet, sodass in Zukunft eine durchgängige Radverbindung entstehen soll. Die geplante Radverkehrsinfrastruktur orientiert sich an Neu- und Umbaumaßnahmen.

Durch diese Maßnahmen wird der konsequente Vorrang für Radfahrer auf einer der wichtigsten innerstädtischen Straßen gefördert. Auch die touristische Route des Bodenseeradwegs überschneidet sich auf den neu geplanten Abschnitten. Außerdem wird durch die Fahrradstraßen und Radwege die Verkehrssicherheit auf diesen Strecken verbessert. Im Hinblick auf die steigende Zahl von Pedelecs und E-bikes muss der fließende Radverkehr entlang dieser Premium-Route mit hohem Verkehrsaufkommen optimiert werden.

Um Aufmerksamkeit für das Verkehrsmittel Fahrrad zu erzeugen, muss die Radinfrastruktur allen Verkehrsteilnehmern auffallen, unabhängig davon mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Deshalb wird darauf geachtet die geplanten Fahrradstraßen einheitlich und auffällig zu gestalten. Die geplanten Fahrradstraßen werden mit ununterbrochener Breitstrichmarkierung an beiden Seiten, Fahrradpiktogrammen mit Richtungspfeil, sowie passenden Verkehrszeichen aus jeder einmündenden Straße versehen.

Das Projekt wird gefördert und wird in den Jahren 2021 bis 2024 schrittweise umgesetzt.

Insgesamt sollen vier Abschnitte neugestaltet werden:

    1. Zwischen Alwind (Bushaltestelle) und Badstraße wird eine Fahrradstraße entstehen. Der Bau ist für die Jahre 2022/2023 geplant.   

2. Zwischen Europaplatz und Unterführung der Bregenzerstraße wird eine Fahrradstraße entstehen. Der Bau ist für die Jahre 2022/23 geplant.


3. Zwischen Bahlsen-Brücke und BÜ Eichwald wird eine Fahrradstraße entstehen. Der Bau ist für die Jahre 2023/24 geplant.

4. Zwischen BÜ Eichwald und Leiblach-Grenze wird ein getrennter Geh- und Radweg entstehen. Der Bau ist für die Jahre 2023/24 geplant.