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03.05.2016

Pressemitteilung: Beim Cavazzen stehen die Ampeln auf Grün

In Sachen „Cavazzensanierung und Museumsneugestaltung“ scheint es - nach der ausführlichen Berichterstattung zur Bundesförderung in Millionenhöhe im Herbst vergangenen Jahres - still geworden. Doch dieser Eindruck täuscht. Denn tatsächlich läuft die Maschinerie hinter den Kulissen auf Hochtouren. Fest steht dabei: Das Projekt ist komplex; nicht nur, weil erst ein neues Außendepot her muss, ehe die Baumaßnahmen am und im Cavazzen selbst beginnen können.

Gegenwärtig geht es vor allen Dingen noch darum, ein optimales Finanzierungskonzept für die Gesamtmaßnahme zu entwickeln - ein Unterfangen, das mit großen Herausforderungen verbunden ist: „Natürlich streben wir auch hier an, den Eigenanteil der Stadt möglichst gering zu halten.“, so Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker. „Damit das gelingt, müssen wir über den großzügigen Zuschuss aus Berlin hinaus noch einiges mehr an Fördergeldern zusammenbekommen.“

Mittlerweile bestehen Kontakte zu einer ganzen Reihe unterschiedlicher Förderstellen, vom Bund als dem Hauptzuwendungsgeber bis hin zu den Fördergebern des Landes sowie einschlägigen EU-Programmen und diversen Stiftungen. Da einzelne Fördertöpfe die Beteiligung anderer ausschließen, Überschneidungen zu vermeiden sind und mitunter nur sehr spezielle Teilbereiche der Gesamtmaßnahme bezuschusst werden, ist eine sorgfältige Abstimmung aller Fördergeber von Nöten. „Man spricht nicht grundlos von einem Fördermosaik.“, so der OB. „Das große Ganze besteht hier aus einer Vielzahl einzelner Bausteine, die alle ihren Platz finden müssen.“

Ein großer Schritt nach vorn: Fördergespräch Anfang April

Ein erstes gemeinsames Koordinierungsgespräch mit Vertretern der einzelnen Förderstellen, das Anfang des Monats April in Lindau stattfand, wertet die Stadt als großen Schritt nach vorn. „Im Grundsatz waren sich alle einig über den außerordentlichen Stellenwert des Projekts“, betont Ecker und freut sich über positive Signale aus allen Richtungen. So wird nun auch der Depotneubau voraussichtlich doch in der Bundesförderung berücksichtigt werden.

Zugleich ist aber auch die außerordentliche Komplexität des Projekts noch einmal deutlich geworden: Denn auch die großzügige Förderung aus Berlin ist an klare Bedingungen geknüpft. Für Zuwendungen des Bundes gibt es umfangreiche Regularien. Der Ablauf der einzelnen Verfahrensschritte ist genauestens festgelegt; Beauftragungen - etwa von bestimmten Fachplanern - dürfen erst nach aufwändiger Vorabstimmung oder Genehmigung durch die Förderstellen erfolgen. Ebenso sind für die Auftragsvergaben selbst teils mehrstufige, europaweite Ausschreibungsverfahren durchzuführen, die dann exakt in die Schritte des Förderverfahrens einzuflechten sind. „Wir haben uns hier mit den Zuwendungsgebern abgestimmt und sind genau so weit, wie es uns der derzeitige Stand ermöglicht.“, ergänzt Hochbauamtsleiter Hilmar Ordelheide. Überdies sind Nachweise zu erbringen, Konzepte zu entwickeln und vorzulegen, die das erhebliche Bundesinteresse an der Maßnahme begründen.

Mehr Luft als gedacht, dennoch keine Zeit zum Ausruhen

Dafür bekommt das Museum nun mehr Zeit als ursprünglich gedacht, da nicht alle der vom Bund für den Cavazzen bereitgestellten Gelder tatsächlich bis Ende 2020 abgerufen werden müssen. „Zurücklehnen und ausruhen können und werden wir uns natürlich trotzdem nicht.“, betont Museumsleiterin Barbara Reil. „Wir haben einige schwierige Themen abzuarbeiten und das machen wir so gut und gründlich wie möglich. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Wir bitten aber um Verständnis, dass es noch einige Zeit dauert, bis wir sichtbare Ergebnisse präsentieren können.“

03.05.2016 

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