Zukunft des Seniorenheims Reutin ist gesichert
Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. übernimmt Trägerschaft
Der Stadt Lindau ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Pflegeangebots in Lindau gelungen: Die Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e. V. (BRK) wird ab 1. Januar das Seniorenheim Reutin betreiben. Darüber haben Stadt und Schwesternschaft die Mitarbeitenden in einer Personalversammlung am 13. November informiert.
„Oberstes Ziel der Stadt ist es, den Pflegestandort in Lindau-Reutin zu erhalten“, betont Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons. „Mit der Schwesternschaft München haben wir einen erfahrenen, gemeinnützigen Partner gefunden, der nicht nur über ein starkes Netzwerk verfügt, sondern auch bereits heute mit engagierten Pflegekräften im Haus vertreten ist.“
Der Fachkräftemangel stellt die Stadt seit Jahren vor große Herausforderungen – insbesondere bei der Besetzung von Schlüsselpositionen wie Heim- und Pflegedienstleitung. Der derzeitige Heimleiter möchte zudem seinen Ruhestand planen und wünscht sich dafür eine geregelte Nachfolge.
„Ich freue mich über die Erweiterung unseres Pflegeportfolios im Allgäu“, sagt Generaloberin Caroline Vogt, Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft. Die Schwesternschaft München bringt langjährige Erfahrung im Pflegebereich mit und baut derzeit ein neues Pflegeheim in Lindenberg auf. Darüber hinaus tragen zwei von ihr geförderte sogenannte Community Health Nurses (Gemeindeschwestern) seit Mai zur Gesundheitsversorgung in der Region bei.
Die Schwesternschaft bildet in der Berufsfachschule für Pflege Lindenberg auch Pflegekräfte aus – ein Potenzial, das künftig auch dem Seniorenheim Reutin zugutekommen könnte. Bereits seit 2024 stellt die Schwesternschaft dort die Pflegedienstleitung sowie weitere Pflegekräfte. Auch die künftige Heimleiterin ist bereits seit 1. Oktober im Seniorenheim tätig. So kann eine mehrmonatige Einarbeitungs- und Übergabezeit mit dem bisherigen Leiter sichergestellt werden. Damit wird ein verlässlicher Übergang in die neue Trägerschaft für alle Mitarbeitenden, Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige gewährleistet.
