In Oberreitnau soll ein Karl-Schober-Platz ernannt werden
Erinnerung an verstorbenen Kommunalpolitiker
In der kommenden Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag, 12. Mai, wird die Empfehlung an den Stadtrat zur möglichen Benennung eines Platzes in Oberreitnau behandelt. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Eingemeindung des Ortsteils Reitnau soll der Platz vor dem Eingang des Freizeitzentrums nach dem ehemaligen 2. Bürgermeister und Ehrenbürger Karl Schober benannt werden.
Vor 50 Jahren wurde Reitnau in die Stadt Lindau eingemeindet. Um das Miteinander und die gewachsene Verbundenheit zu würdigen, finden am Samstag, 18. Juli, Feierlichkeiten statt. Dabei soll der Platz vor dem Eingang des Freizeitzentrums zum „Karl-Schober-Paltz“ ernannt werden. Mit der Benennung soll das langjährige kommunalpolitische Engagement sowie der herausragende Einsatz von Herrn Karl Schober geehrt werden.
Karl Schobers Engagement und Einsatz
Karl Schober aus Oberreitnau engagierte sich über Jahrzehnte hinweg für die Belange der Bürgerschaft und prägte das kommunalpolitische Geschehen in Lindau maßgeblich mit. Er war 20 Jahre im Stadtrat und 16 Jahre ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters. Durch seine langjährige Tätigkeit als 2. Bürgermeister sowie seinen ehrenamtlichen Einsatz in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens ist er weit über Reitnau hinaus bekannt und geschätzt. Am 9. Januar 2020 wurde Karl Schober in dankbarer Würdigung seiner großen Verdienste das Ehrenbürgerrecht der Stadt Lindau verliehen.
Die Verleihung begründete der damalige Stadtrat mit seinem überdurchschnittlichen Engagement: „Herr Karl Schober hat sich all die Jahre unermüdlich und selbstlos für die Belange unserer Bürger, Vereine und Organe eingesetzt und über das gewöhnliche Maß hinaus Vertretungen des Oberbürgermeisters bei unterschiedlichsten Anlässen wahrgenommen“.
Der damalige Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker beschrieb Karl Schober in seiner Rede zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde als leuchtendes Vorbild für Streitkultur, Rückgrat und Bürgernähe über Parteigrenzen und Stadtteile hinweg. Im Besonderen erwähnte er: „Dabei warst Du stets bereit, schwierige und undankbare Aufgaben zu übernehmen: Beispielhaft seien hier die Verhandlungen mit der Bahn, zum Neubau der Therme Lindau und nunmehr Dein Engagement für die Gartenschau genannt. Ohne Deine Unterstützung wäre Vieles schwieriger umzusetzen gewesen.“ Bedauerlicherweise verstarb Herr Schober nur wenige Monate nach seiner Ehrung am 4. Juni 2020.
Ein Platz mit öffentlicher Bedeutung
Der Platz vor dem Eingang des Freizeitzentrums in Oberreitnau ist ein zentraler Begegnungsort mit hoher öffentlicher Bedeutung. Entsprechend eignet sich der Standort aus Sicht der Verwaltung in besonderer Weise für die Ehrung Karl Schobers, der gerne auch mal scherzhaft „König von Schoberreitnau“ genannt wurde. Eine Adressänderung des Freizeitzentrums sowie der angrenzenden Einrichtungen, insbesondere der Feuerwehr, ist mit der geplanten Benennung derzeit nicht verbunden.
Link zur Beschlussvorlage: Ratsinformationssystem Stadt Lindau
