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20.05.2026

Neues Betreuungsgebäude für die Grundschule Aeschach

Holzelementbau schafft Kapazitäten für Ganztagesbetreuung

Der Hauptausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die vorgestellte Planung für das neue Betreuungsgebäude der Grundschule Aeschach gestimmt. Vorgesehen ist ein dreigeschossiges Gebäude in Holzelementbauweise, das klimaneutral und emissionsfrei betrieben werden soll. Ziel ist ein Baubeginn bis Spätsommer 2027 und eine Fertigstellung bis Ende 2028 oder Mitte 2029. Damit erreicht die Stadt einen weiteren Meilenstein, um zusätzliche Kapazitäten für die gesetzlich geforderte Ganztagesbetreuung zu schaffen.

Der von Dietrich Kruck Architekten aus Lochau erarbeitete Vorentwurf sieht ein dreigeschossiges Gebäude vor, das flexibel in seiner Nutzung ist. Mit seiner kompakten Form nimmt das Gebäude bewusst Rücksicht auf die benachbarte, denkmalgeschützte Villa Stahl. Die Dreigeschossigkeit ermöglicht es, möglichst viel Schulhoffläche zu erhalten. Gleichzeitig werden die vorhandenen großen historischen Bäume auf dem Areal erhalten. Die vorhandene Grünfläche wird so wenig wie möglich versiegelt. Da aufgrund der räumlichen Enge auf dem Grundstück eine Holzmodulbauweise nicht realisierbar ist, kommt die wirtschaftlich effizientere Holzelementbauweise zum Einsatz.

Gesamtkonzept für den Schulstandort Aeschach

Im Rahmen des Planungsprozesses wurden gemeinsam mit den beteiligten städtischen Ämtern, der Schulleitung der Grundschule Aeschach sowie den Betreibern der Mittagsbetreuung neben dem Neubau auch der Bestand und dessen Entwicklungsmöglichkeiten untersucht.

Zukünftig werden alle derzeit im Altbau befindlichen Mittagsbetreuungsräume im Neubau untergebracht. Die dadurch freiwerdenden Räume im Altbau stehen anschließend dem Schulbetrieb zur Verfügung. Eine Mehrfachnutzung von Räumen, wie zum Beispiel der Mensa, sorgt für eine wirtschaftliche Auslastung des Gebäudes.

Kosten und Zeitschiene

Die Kostenschätzung der Architekten liegt bei rund 8,75 Millionen Euro. Im aktuellen Planungsstadium ist ein Kostenpuffer von 20 Prozent vorgesehen, sodass sich eine Gesamtsumme von 10,5 Millionen Euro ergibt, die so in der städtischen Finanzplanung bis 2028 abgebildet ist. Darin enthalten sind unter anderem eventuelle Preissteigerungen im Projekt, unvorhergesehenen Mehraufwand oder zusätzliche Kosten für die Erschließung und Einrichtung der Baustelle.

Für das Projekt sind Fördermittel von bis zu rund 2,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die Haushaltsplanung ab 2027 berücksichtigt zudem bereits Einnahmen aus dem Sondervermögen des Bundes als Deckungsmittel für Investitionsmaßnahmen. Ziel ist ein Baubeginn bis Spätsommer 2027, die Fertigstellung des neuen Betreuungsgebäudes ist für das Schuljahr 2028/2029 angestrebt.

Teil der Schulentwicklungsplanung

Bei dem Projekt handelt es sich nach dem Neubau an der Schule Reutin um den zweiten Neubau im Rahmen der Schulentwicklungsplanung. Nachdem sich der Stadtrat 2024 aus finanziellen Gründen gegen den Neubau einer Mittelschule auf der Blauwiese entschieden hat, wurde der „Plan B“ beschlossen. Dieser sieht einen Maßnahmenmix aus mehreren Bau‑ und Sanierungsmaßnahmen an verschiedenen Schulstandorten vor, die nach Priorität umgesetzt werden.

2025 wurden bereits erste Maßnahmen im Bestand umgesetzt. Dazu zählen die Sanierung der Toiletten in der Turnhalle der Grundschule Hoyren sowie die Anmietung von Räumen für Betreuungsmöglichkeiten in Hoyren, die Neugestaltung des Schulhofs in Oberreitnau und der Umbau des Mehrzweckraums im Freizeitzentrum Oberreitnau zu Mittagsbetreuungsräumen mit einer Mensa.

Kontakt

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Bettina Wind
Bregenzer Straße 6
88131 Lindau (B)

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