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21.05.2026

Stadt Lindau gewinnt Deutschen Fahrradpreis 2026

Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“ holt Platz eins in der Kategorie Infrastruktur

Die Stadt Lindau hat beim Deutschen Fahrradpreis 2026 den ersten Platz in der Kategorie Infrastruktur belegt. Mit ihrem Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“ setzte sich die Stadt bei der Preisverleihung am 20. Mai im Rahmen des AGFS-Kongresses im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf durch.

Neben der Auszeichnung als bestes Infrastrukturprojekt unter 123 Einreichungen ist der Sieg mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden. „Der erste Platz beim Deutschen Fahrradpreis ist eine schöne Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sinnvoll investiert haben. Das Ergebnis ist eine Radinfrastruktur, die für uns im Alltag und für unsere Gäste gleichermaßen funktioniert. Es freut mich, dass dies nun auch auf Bundesebene anerkannt wird“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons.

Die Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der Fahrradindustrie, Verkehrsplanung, von Verbänden, Ministerien, Tourismus und Kommunikation hatte die Projekte in drei Kategorien bewertet: Infrastruktur, Service & Kommunikation sowie Ehrenamt. Bereits im März wurde die Top-5-Platzierung bekannt. Nun folgte der erste Platz.

Über das Projekt „Bodensee-Fahrradstraße“

Mit dem Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau“ hat die Stadt eine durchgängige, sichere Ost-West-Hauptroute für Alltags- und touristischen Radverkehr geschaffen. Die 5,25 Kilometer lange Fahrradstraße wird durch 690 neue Fahrradabstellplätze ergänzt. Dauerzählstellen erfassen kontinuierlich die Nutzungszahlen. Umgesetzt wurde das Projekt von 2018 bis 2025.

Das Vorhaben ist Teil eines zweiteiligen Gesamtpakets über die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundes. Ein erstes Teilprojekt (2017–2018) umfasste die Errichtung von zehn KLiMo-Stationen mit 470 Abstellplätzen sowie die Aufwertung eines ersten Streckenabschnitts. Das zweite Teilprojekt schuf von 2021 bis 2025 auf 3,13 Kilometern eine Premium-Radverkehrsachse mit Trennung von Rad- und Fußverkehr, LED-Beleuchtung, einheitlicher Markierung und Bevorrechtigung an Knotenpunkten. Ergänzt wird es durch zwei Fahrradgaragen mit 44 überdachten Plätzen sowie 176 weitere Abstellanlagen auf der Insel und am Bahnhofsplatz.

Die strategische Grundlage bilden das vom Stadtrat im Juni 2017 beschlossene Klimafreundliche Lindauer Mobilitätskonzept (KliMo) sowie das städtische Nahmobilitätskonzept. Beide waren zugleich die förderrechtliche Voraussetzung für die Bundesmittel. Von rund 5,3 Millionen Euro Gesamtausgaben übernahm der Bund rund 3,56 Millionen Euro, also etwa 67 Prozent.

Hintergrund: Deutscher Fahrradpreis

Der Deutsche Fahrradpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Projekte und Initiativen rund ums Fahrrad in Deutschland. Er ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Der Wettbewerb wird von ZIV – Die Fahrradindustrie und dem Verbund Service und Fahrrad e.V. unterstützt. Der Preis wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben und würdigt vorbildliche Leistungen in den Bereichen Infrastruktur, Kommunikation und Service.

Kontakt

Presse & Kommunikation »
Bettina Wind
Bregenzer Straße 6
88131 Lindau (B)

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