Standortförderung und Volkshochschule laden zum Austausch über Wandel in der Arbeitswelt
Mehr als 30 Unternehmerinnen und Unternehmer tauschen sich beim Lindauer Unternehmerfrühstück aus
Die Wirtschaft steht vor der tiefgreifendsten ökonomischen Transformation seit Bestehen der Bundesrepublik. Wie gelingt Führung, wenn gewohnte Orientierungspunkte wegbrechen? Und wie können Unternehmen ihre Mitarbeitenden gezielt weiterbilden? Welche Förderung steht dafür bereit? Um Unternehmen bei diesen Herausforderungen zu unterstützen und den Austausch zu stärken, veranstaltete die Standortförderung der Stadt Lindau in Kooperation mit der Weiterbildungsinitiative der Augsburger Volkshochschule und der Volkshochschule Lindau Ende Juni ein Unternehmerfrühstück im ONU VINO in der Lindauer Inselhalle.
„Es freut uns sehr, dass mehr als 30 Lindauer Unternehmerinnen und Unternehmer unserer Einladung gefolgt sind. Das zeigt, dass ein großer Bedarf an Austausch und praxisnahen Informationen in diesen herausfordernden Zeiten vorhanden ist“, betonen Niklas Ringeisen, Standortförderer der Stadt Lindau, und Mario Frick, Leiter der Volkshochschule Lindau.
In einem Impulsvortrag beschäftigte sich Ottilie Wenzler, Betriebswirtin, Politik- und Sozialwissenschaftlerin, Hochschuldozentin sowie zertifizierte Business-Coach, mit der Frage, wie Führung in einer Zeit gelingen kann, in der vertraute Orientierungssysteme ins Wanken geraten. Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass Menschen auf verlässliche Strukturen angewiesen sind. Brechen diese durch gesellschaftliche, wirtschaftliche oder persönliche Krisen weg, entstehen Verunsicherung und Orientierungsverlust. Gute Führung bedeutet deshalb, auch in unsicheren Zeiten Orientierung zu geben. Krisen fordern insbesondere Urteilskraft und Eigenverantwortung, sagt Wenzler. Wer sich den Herausforderungen aktiv stellt, bleibt auch im Wandel handlungs- und zukunftsfähig.
Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmerfrühstücks war das Projekt der Weiterbildungsinitiatoren für den Bezirk Schwaben. Reinhard Kühn, Weiterbildungsinitiator für Schwaben, stellte die vielfältigen Fördermöglichkeiten für berufliche Weiterbildung vor. Die Unterstützung reicht von der Analyse des Weiterbildungsbedarfs über die Entwicklung passender Qualifizierungskonzepte bis hin zur Beratung zu Förderprogrammen und deren Umsetzung. „Unternehmen haben eine Vielzahl an Möglichkeiten, berufliche Fortbildungen fördern zu lassen. Die Weiterbildungsinitiatoren beraten hierzu branchenübergreifend, trägerneutral und kostenfrei“, erläuterte Kühn.
Angebote der Lindauer Standortförderung
Mit dem Unternehmerfrühstück möchte die Lindauer Standortförderung den Unternehmen vor Ort einen zusätzlichen Service bieten, über aktuelle Entwicklungen informieren, konkrete Unterstützungsangebote aufzeigen und den Austausch untereinander fördern. Mit dem kostenlosen Azubi-Knigge-Training, das am 14. Oktober bereits zum zweiten Mal stattfindet, steht das nächste Veranstaltungsformat an, das sich gezielt an Lindauer Unternehmen richtet. Hiermit soll den Auszubildenden der Einstieg ins Berufsleben erleichtert werden.
Interessierte können sich ab Anfang September anmelden. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres wird der Standortförderer Niklas Ringeisen diesbezüglich mit den Lindauer Betrieben in Kontakt treten.
